Immobilien in Italien

Selten war die Gelegenheit in Italien eine Immobilie zu erwerben so günstig wie heute. Denn seit Beginn der Finanzkrise im Jahr 2007 leidet Italien an seiner sehr schlechten wirtschaftlichen Lage, welche verantwortlich für die sprunghaft angestiegene Arbeitslosigkeit und die massive Erhöhung der Steuerlast ist. Diese beiden Faktoren führten zu einem Preisverfall im Immobiliensektor, da viele der in Finanznöten geratenen Einheimischen dazu gezwungen sind, ihre Ferienimmobilie zu veräußern. So sind beispielsweise die Immobilienpreise in italienischen Städten seit Beginn der Krise um rund 30 bis 40 Prozent zurückgegangen. Ein Preisverfall lässt sich aber auch bei dortigen Ferienapartments und Eigentumswohnungen feststellen. Als Faustregel gilt dabei: Je weiter es nach Süden geht, desto preisgünstiger sind die Immobilien. Am populärsten sind für Kaufinteressenten nach wie vor die in Norditalien gelegenen Immobilien Marken (Regionen), insbesondere die Toskana und Südtirol. Beispielsweise sind Villen und Landgüter in der Toskana heutzutage rund 10 Prozent günstiger als noch vor 8 Jahren.

Viele Käufer und Verkäufer, aber nur wenige Kaufabschlüsse

Seltsam ist, dass trotz großem Angebot und Nachfrage nur wenige der zum Verkauf stehenden Immobilien den Besitzer wechseln. Dies ist vor allem den Banken anzukreiden. Die italienischen Kreditinstitute sind seit Krisenbeginn mehr als zurückhaltend bei der Kreditvergabe und die in deutschsprachigen Ländern beheimateten Banken zögern oft bei der Immobilienfinanzierung, da sie sich kaum in der Lage sehen, die künftige Entwicklung der italienischen Immobilienmarkts abzuschätzen. Ein weiteres Hindernis besteht darin, dass der italienische Staat seit Krisenbeginn insbesondere die Grundeigentümer mit Gebührenerhöhungen aller Art geradezu bombardiert hat: laut Angaben des Verbandes italienischer Bauunternehmen ziehen seit 2007 insgesamt 75 neue gesetzliche Regelungen dem Immobilienbesitzer zusätzliches Geld aus der Tasche. Daher veräußern viele Italiener ihre Ferienimmobilie in Italien und erwerben dafür ihrerseits ein ausländisches Domizil.

Der Kaufpreis und seine Nebenkosten

Bei Immobilien Italien sollten auf den Verkaufspreis noch etwa 10 bis 20 Prozent draufschlagen, um damit Gebühren aller Art abzudecken. So zum Beispiel Eintragungsgebühren beim Katasteramt, Stempelsteuer, Notarkosten, Rechtsberatungs- oder Maklergebühren. Daneben gilt es auch die laufenden Kosten zu beachten wie etwa Betriebskostenabrechnungen oder die je nach Ort unterschiedlich hohe Gemeindesteuer. Besitzer eines Apartmenthauses müssen zudem regelmäßig anfallende Hausgemeinschafts- und Instandhaltungskosten einkalkulieren. Als überaus lohnenswerte Investition könnte sich zudem die Beauftragung eines Vermessungsexperten erweisen, welcher den Hauszustand genau prüft. Auch ist ein vertrauenswürdiger Notar, welcher die rechtlichen Aspekte des Kaufvertrages prüft und die Einhaltung der Formalia überwacht unabdingbare Voraussetzung für einen Vertragsabschluss. Viele Makler haben übrigens Kontakte zu Notaren und Vermessungsexperten und können sich diesbezüglich als überaus hilfreich erweisen.